Verlag: Lübbe
Erschienen: November 2006
Seiten: 447
ISBN-10: 3404155793
In „Das letzte Geheimnis“ geht um mehrere Ermittlungen. Selbst wenn das Thema „alte Dokumente“ wegen Dan Browns Bestsellern „Sakrileg“ und „Illuminati“ sehr in Mode ist, so erweist sich „Das letzte Geheimnis“ doch nicht als Abklatsch dieser marktführenden Titel, sondern als eigenständiges Werk.
Die „Machia“ existiert jedoch wirklich und gibt bis heute Rätsel auf. Mag auch Colonna nie existiert haben, so ist dies doch letzten Endes unerheblich, denn Figuren wie Savonarola, die Medici und den damaligen Papst gab es wirklich. Ebenso die Accademia, der Colonna und seine Komplizen angehörten. „Das letzte Geheimnis“ ist vielschichtiger als Browns Bestseller und durch die Zeiten hinweg aktuell.
Denn die vordergründige Suche nach dem vierten Geheimnis der „Machia“ spiegelt sich in der Suche nach dem Geheimnis des Mörders wider, der bereits Taft und Stein auf dem Gewissen hat und sich als nächstes Opfer Paul Harris auserkoren hat. Damit aber das Vermächtnis Colonnas – der guten Seite der Renaissance – bewahrt bleiben kann, müssen die Vier dem Mörder das Handwerk legen. Wie sich zeigt, waren Stein und Taft darauf aus, Paul das Vorrecht auf die Publikation des Geheimnisses der „Machia“ zu stehlen. Und man darf vom Mörder das Gleiche annehmen. Es ist – im 15. Jahrhundert wie auch heute – ein sehr gefährliches Geheimnis.
Das Thema des Buches ist die Bedeutung der Freundschaft und warnt vor der Liebe zu Dingen statt zu Menschen. Eines schönes Buch, ein interessantes und teilweise faszinierendes Buch, allerdings kein wirklich spannendes Buch.
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