Verlag: Droemer/Knaur
Erschienen: Juli 2004
Seiten 361
ISBN: 342662382X
Seit einem Jahr wagt sich Max Freeman auf den Fluss — und das, obwohl seine an die Stadt gewöhnten Augen für die Wildnis ungeeignet sind. Seine Welt war die der Straßenlaternen, Schaufensterbeleuchtungen und Autoscheinwerfer gewesen: In freier Natur ist alles nur in fahles Mondlicht getaucht. Auch das kleine Päckchen aus beigem Segeltuch, das Freeman unter das Paddel seines Kanus gerät. Als er es öffnet, fällt das fahle Mondlicht auf das Gesicht eines toten Kindes. „Gütiger Himmel“, sagt Freeman nur lapidar, „nicht schon wieder.“
Zwölf Jahre lang war Freeman Polizist in Philadelphia, bis er in Notwehr einen Jugendlichen erschoss. Danach ging er in die Einsamkeit der Everglades, um sein Leben neu zu ordnen. Aber das alte Leben lässt sich für einen Ex-Cop nicht so einfach abschütteln. Und so ist Freeman bald wieder mitten drin in einer Geschichte, in der es bald auch für ihn um Leben und Tod gehen soll.
Fazit:
Für den Leser gibt es den Großteil des Buches hindurch keinen Hinweis auf den Täter, auch nicht darauf, aus welchem Grund Freeman die Taten von dem Fremden angelastet werden sollen. Eben aus diesem Grund ist dieser Thriller äußerst spannend vom ersten Kapitel an und schwer wieder aus der Hand zu legen.
Besonders ansprechend ist die Tatsache, dass der Großteil der Erzählung auch direkt mit der Handlung zu tun hat, d.h. es gibt kaum Passagen, in welchen der Autor die Handlung mit Nebensächlichem in die Länge zieht. Trotzdem wird nicht vergessen, auch einiges aus Freemanns Leben zu erzählen, um dessen zurückhaltende und introvertierte Art auch verstehen und ihn somit als sympathischen Zeitgenossen schätzen zu können. Ein gelungener Krimi. ![]()





























